Banken-Kartell muss Millionenstrafe zahlen

Die EU-Kommission hat am 21.10.2014 wegen Manipulation von Zinssätzen weitere Geldbußen gegen Banken verhängt.

Die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse, sowie die US-Bank JP Morgan müssen insgesamt eine Buße von 32 Millionen Euro zahlen, da sie an einem Franken-Zinskartell teilgenommen haben. Dabei soll JP Morgan 2007 Referenz-Preise für Zinsderivate in Schweizer Franken manipuliert haben. Hier ging es um Geld-Brief-Spannen im Handel mit kurzfristigen Zinsderivaten. Wegen dieses Kartells bekam die Bank eine Strafe von 10,5 Millionen Euro. Beteiligt waren neben der Royal Bank of Scottland – die als Kronzeuge straffrei ausging – auch die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse, die 12,6 beziehungsweise 9,2 Millionen Euro zahlen müssen.

Zusätzlich erhielt JP Morgan eine Strafe über 62 Millionen Euro. Die Bank hatte 2008 und 2009 bei der Festsetzung des Libor-Referenzzins für den Franken mit der Royal Bank of Scottland Absprachen getätigt. Letztere ging straffrei aus, da sie den Fall aufgedeckt hatte und erneut als Kronzeuge auftrat.

[dpa/rtr]