Glossar

Creditreform Compliance Glossar

Hier finden Sie einige Begriffe rund um Compliance. Wir erweitern dieses Glossar in loser Folge.

  • § 25h KWG (ehemals § 25c KWG)

    § 25h KWG (ehemals § 25c KWG)

    Das § 25h KWG (Kreditwesengesetz) schreibt zum 01.04.2012 die Schaffung eines entsprechenden Risikomanagements vor. Wesentliche Forderungen sind:

    >> Eine zentrale Stelle (nicht die Revision) muss eingerichtet werden um die Prävention von „sonstigen strafbaren Handlungen“, von der Terrorismusfinanzierung und von der Geldwäsche zu koordinieren.

    >> Kunden- und mitarbeiterbezogene Sicherungsmaßnahmen.

  • BaFin

    BaFin

    Im Mai 2002 ist das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) mit den damaligen Bundesaufsichtsämtern für den Wertpapierhandel (BAWe) und des Versicherungswesens verschmolzen. Daraus entstand die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie soll die Zahlungsfähigkeit von Banken, Finanzdienstleistungsinstituten und Versicherungsunternehmen sichern und somit ein funktionsfähiges und stabiles Finanzsystem in Deutschland gewährleisten.

  • Basel II

    Basel II

    Basel II ist ein mehr als 600 Seiten umfassendes Regelwerk, das einen international einheitlichen Standard für die Eigenkapitalunterlegung und Überwachung von Kreditinstituten zum Ziel hat. Es ist 2005 in Kraft getreten und hat somit die davor geltende Eigenkapitalübereinkunft (Basel I) abgelöst. Die Kapitalregeln werden von Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht konzipiert.

  • Basel III

    Basel III

    Nach der Einführung von Basel I und Basel II, soll Basel III ab 2013 die Widerstandsfähigkeit der Kreditinstitute und des Banksystems gegenüber den kommenden Finanzmarktturbulenzen stärken. Außerdem soll so die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß künftiger Finanzkrisen vermindert werden.

  • Compliance

    Compliance

    Compliance wird auch als Regeltreue oder Regelkonformität bezeichnet und umfasst die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in Unternehmen.

  • Datenschutzbeauftragter

    Datenschutzbeauftragter

    In § 4f und § 4g des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie in den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften sind die Aufgaben und Tätigkeiten eines Datenschutzbeauftragten geregelt. Die Kontrolle und Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung von Datenverarbeitungsprogrammen spielt dabei eine vornehmliche Rolle.

    Wenn personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet werden muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden. Sollten weniger als 10 Personen mit der Verarbeitung der Daten beschäftigt sein oder Zugriff auf diese haben, entfällt die Verpflichtung, außer wenn ein bestimmtes Risiko vermutet wird oder wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, um diese an dritte Personen weiterzugeben. Außerdem entfällt diese Verpflichtung ebenfalls, wenn eine vollautomatische Datenerfassung eingesetzt wird.

    Sollte das Unternehmen mit einer nicht automatisierten Datenverarbeitung arbeiten, dann greift die Vorschrift erst ab 20 Mitarbeitern. 

  • Embargos

    Embargos

    Embargo Hierarchie

    Ein Embargo (Beschlagnahme, Pfändung) verbietet den Export und Import von Waren oder Rohstoffen in ein bzw. aus einem bestimmten Land.
    Länder, die gegen Völkerrechte verstoßen, bekommen unter bestimmten Bedingungen ein Embargo vom UN-Sicherheitsrat ausgesprochen.

  • Fraud

    Fraud

    Der englische Begriff Fraud steht für Betrug, betrügerische Handlung oder dolose Handlung. Ursprünglich kommt er aus der griech./röm. Mythologie. Die griechische Apate bzw. die römische Fraus ist die Göttin der Falschheit. Sie ist das weibliche Pendant zu dem griech./röm. Gott der Täuschung und des Betrugs Dolos/Dolus.

  • Gefährdungsanalyse

    Gefährdungsanalyse

    Um die Risiken richtig einschätzen und ggf. Maßnahmen zur Risikominimierung vornehmen zu können, besteht eine Verpflichtung zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse. Dabei werden Gesetzte festgelegt und eine Gewichtung vorgenommen, die für jedes Unternehmen individuell abgestimmt werden. Durch eine effiziente Gefährdungsanalyse kann der Aufwand späterer Compliance-Maßnahmen erheblich reduziert werden.

  • Geldwäsche

    Geldwäsche

    Als Geldwäsche bezeichnet man die Einschleusung illegalen Geldes in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf, mit dem Ziel die wahre Herkunft zu verschleiern. Dieser Prozess verläuft in drei Abschnitten: Placement (Einschleusen), Layering (Verschleierung) und Integration.

  • Geldwäschegesetz

    Geldwäschegesetz

    Das Geldwäschegesetz (GwG) wurde am 21. August 2008 durch das Gesetz zur Ergänzung der Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung (GwBeKErgG) ergänzt.
    Das GwG soll die organisierte Kriminalität und die Terrorismusfinanzierung bekämpfen und besteht v.a. aus dem Kernprinzip „Know Your Customer“.

  • Interne Revision

    Interne Revision

    Die Interne Revision ist eine vom Tagesgeschäft unabhängige, objektive Prüfungs- und Beratungsfunktion in einer Organisation. Sie unterstützt die Unternehmensorganisation bezüglich der Bewertung und Verbesserung der Effektivität von Risikomanagement, internem Kontrollumfeld und Unternehmensführung. Sie soll eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und einen Mehrwert für die Organisation schaffen.

  • Know Your Customer

    Know Your Customer

    „Know Your Customer“ ist das Kernprinzip des Geldwäschegesetzes und besagt, dass alle, die am Wirtschaftsverkehr teilnehmen verpflichtet sind bestimmte Sorgfaltspflichten (allgemeine Sorgfaltspflichten) einzuhalten. Diese wären: Identifizierung des Vertragspartners, Ermittlung des Geschäftszwecks, Abklärung des wirtschaftlich Berechtigten und Überwachung der Geschäftsbeziehung.

  • MaComp

    MaComp

    MaComp sind die Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten nach §§ 31 ff. WpHG für Wertpapierdienstleistungsunternehmen.

  • MaRisk

    MaRisk

    MaRisk sind die Mindestanforderungen der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Ausgestaltung des Risikomanagements bei deutschen Finanzinstituten und Versicherungen.
    Die BaFin verschickt Rundschreiben mit Mindestanforderungen für das Risikomanagement für drei Bereiche:

    MaRisk (BA)richten sich an Kreditinstitute

    MaRisk (VA)richten sich an die Versicherungswirtschaft

    InvMaRiskrichten sich an die Investmentgesellschaften

  • MiFID

    MiFID

    Die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) ist die Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.4.2004 über Märkte für Finanzinstrumente, welche den Wettbewerb stärken und die Integration des europäischen Finanzmarktes durch Harmonisierung des Regelwerks vorantreiben soll.

  • Outsourcing

    Outsourcing

    Die MaRisk haben strenge Vorgaben welche Bereiche und unter welchen Voraussetzungen Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute Bereiche des Unternehmens outsourcen (auslagern) können. So kann z.B. die Stelle des Compliance-Beauftragten oder die des Datenschutzbeauftragten ausgelagert werden und an einen Dienstleister übergeben werden. 

  • Politisch exponierte Personen

    Politisch exponierte Personen

    Politisch exponierte Personen (PEP) sind Personen, die ein wichtiges öffentliches Amt auf nationaler Ebene, auf Ebene der EU oder auf internationaler Ebene ausüben oder ausgeübt haben. Dazu zählen u.a. Staats- und Regierungschefs, Minister, Parlamentsmitglieder, Botschafter.

  • Rating

    Rating

    Ein Rating ist eine Beurteilung der wirtschaftlichen Fähigkeiten eines Schuldners, in Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen.
    Die Beurteilung der Bonität eines Unternehmens durch eine unabhängige Agentur wird als externes Rating bezeichnet. Unter einem internen Rating versteht man eine Bonitätsbewertung der Kreditnehmer einer Bank, die von ihr in Eigenregie durchgeführt wird.

  • Sanktionen

    Sanktionen

    Eine Sanktion kann zwar mehrere Bedeutungen haben, in der Regel ist die durch Gesetze angedrohte Strafmaßnahme gemeint, die darauf ausgerichtet ist, konkrete Aktionen zu unterbinden und damit Normen durchzusetzen. So können Sanktionen der Kriminalprävention dienen oder durch Druck auf einen bestimmten Staat können Verhaltensänderungen erzwungen werden.

  • Sanktionslisten

    Sanktionslisten

    Sanktionslisten sind offizielle Verzeichnisse. Personen- und organisationsbezogene Sanktionslisten dienen der Terrorismusbekämpfung und der Unterstützung von Embargos, wohingegen Güterbezogenen Sanktionslisten aus politischen und/oder wirtschaftlichen Gründen erlassen werden.

  • „Sonstige strafbare Handlungen“

    „Sonstige strafbare Handlungen“

    Zu den „sonstigen strafbaren Handlungen“ zählen u.a. Korruption, Urkundenfälschung, Erpressung, Betrug, Bestechung, Geld- und Urkundenfälschung, Datenweitergabe.

  • Wirtschaftlich Berechtigter

    Wirtschaftlich Berechtigter

    Wirtschaftlich Berechtigter (wB) ist nach dem neuen GwG (§ 1 Abs. 6) die natürliche Person,

    • in deren Eigentum oder
    • unter deren Kontrolle der Vertragspartner letztlich steht oder
    • die natürliche Person, auf deren Veranlassung eine Transaktion letztlich durchgeführt oder eine Geschäftsbeziehung letztlich begründet wird.

    Bei Gesellschaften wird Kontrolle/Eigentum vermutet, wenn eine natürliche Person mehr als 25% der Kapitalanteile hält oder mehr als 25% der Stimmrechte unmittelbar oder mittelbar kontrolliert.

  • WpHG

    WpHG

    Das WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) reguliert in Deutschland den Wertpapierhandel. Es dient der Kontrolle von Dienstleistungsunternehmen, die Wertpapiere handeln, sowie Finanztermingeschäften. Es soll jedoch auch den Schutz des Kunden gewährleisten.

  • Zentrale Stelle

    Zentrale Stelle

    Die zentrale Stelle muss laut § 25c KWG eingerichtet werden, sie darf jedoch nicht die Revision sein. Sie soll die Prävention von „sonstigen strafbaren Handlungen“, von Terrorismusfinanzierung und von Geldwäsche koordinieren.

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